Magnesiumbedarf ausreichend decken

Die meisten Menschen kennen Magnesium als chemisches Element aus dem Chemieunterricht. Doch Magnesium ist auch ein wichtiger Mineralstoff, der für viele unterschiedliche Prozesse im Körper gebraucht wird. Unter anderem ist Magnesium für das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln, das Freisetzen von Hormonen und Botenstoffen und den Aufbau von Eiweiß verantwortlich. Außerdem beeinflusst es die Funktionen des Herz-Kreislaufsystems sowie den Aufbau von Knochen.

Da der menschliche Körper Magnesium nicht selbst produzieren kann, muss der Mineralstoff ihm in ausreichender Weise zugeführt werden. Für Säuglinge im ersten Lebensjahr werden 24 bis 60 Milligramm Magnesium pro Tag empfohlen und für Kinder mit zehn Jahren schon 160 Milligramm. Der tägliche Bedarf von Jugendlichen ab 15 Jahren und Erwachsenen liegt bei 300 bis 400 Milligramm. Schwangere, Stillende, Diabetiker, Migränepatienten, Sportler und Menschen mit erhöhtem Alkoholkonsum haben einen noch höheren Bedarf.

Magnesium ist hauptsächlich in Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten, insbesondere in Sonnenblumenkernen und Leinsamen, enthalten. Weitere wertvolle Magnesiumlieferanten sind Spinat, Kohlrabi, Bananen und Himbeeren. Das Gemüse darf allerdings nicht lange gewässert und gekocht werden, weil dann ein Großteil des Magnesiums ausgespült wird. Bei all den Tipps in Bezug auf feste Lebensmittel dürfen Sie eines nicht vergessen: Viel trinken! Mineralwasser gehören nämlich ebenfalls zu den besten Magnesiumquellen.

Liegt ein Magnesiummangel vor, äußert sich dieser häufig durch Nervosität, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Die häufigste und bekannteste Erscheinung eines Mangels sind jedoch Wadenkrämpfe. Hier reicht eine magnesiumreiche Ernährung oft nicht mehr aus. Die zusätzliche Gabe von Magnesiumprodukten über zwei bis drei Monate kann dann sinnvoll sein. Auf dem Markt ist Magnesium in unterschiedlichen Arzneiformen wie zum Beispiel als Dragees, Brausetabletten, Trinkgranulate, Direktgranulate oder Kapseln zu finden. Die Produkte unterscheiden sich unter anderem auch darin, dass unterschiedliche Magnesiumsalze organischer oder anorganischer Struktur als Wirkstoff eingesetzt werden. Studien haben jedoch gezeigt, dass es egal ist, welches Magnesiumsalz angewendet wird. Um einen Magnesiummangel zu beheben, sollten mindestens 15 bis 20 Millimol Magnesium pro Tag über zwei bis drei Monate eingenommen werden.

Ihre Apotheke vor Ort berät Sie gerne, welches Magnesiumprodukt für Sie am besten geeignet ist.