Vitamin D – im Winter Mangelware

Kein anderes Vitamin steht derzeit so im Rampenlicht wie Vitamin D. Dabei geht es sowohl um die Frage der aus- reichenden Versorgung als auch um das präventive Potenzial des Vitamins.

Vitamin D spielt im Körper eine zentrale Rolle bei der Steuerung des Calcium- und Phosphatgleichgewichts. Darüber hinaus ist das Vitamin an einer Vielzahl von Stoffwechselvorgängen beteiligt und hat Einfluss auf die Muskelkraft. Weiterhin ist Vitamin D für die Aktivität von Zellen des Immunsystems verantwortlich.

Im Gegensatz zu anderen Vitaminen kann der menschliche Körper Vitamin D mit Unterstützung des Sonnenlichts selbst herstellen. Die körpereigene Vitamin D-Bildung wird von vielen Faktoren beeinflusst: Jahres- und Tageszeit, Witterung, Breitengrad, Kleidung, Aufenthaltsdauer im Freien, Hauttyp und Verwendung von Sonnenschutzmitteln. Von den Monaten April bis September ist es ausreichend, sich täglich 5 bis 25 Minuten im Freien aufzuhalten und ein Viertel der Körper- oberflache der Sonne auszusetzen; am besten zwischen 12 und 15 Uhr. Von Oktober bis März ist die Sonnenbestrahlung in Deutschland nicht stark genug um auf diese Weise Vitamin D zu bilden. Dann greift der Organismus auf seine Vorräte zurück, die im Fettgewebe gespeichert sind. In der Regel synthetisiert der Körper 80 bis 90 Prozent der benötigten Vitamin D-Dosis selbst. Die Zufuhr über die Ernährung spielt demnach nur eine untergeordnete Rolle.

Bei 16 Prozent der Kinder und Jugendlichen und bei 14 Prozent der 18- bis 79-Jährigen wurde ein deutlicher Vitamin D-Mangel nachgewiesen. Dieser führt zu Störungen des Knochenstoffwechsels. Es kommt zu einer Demineralisation und damit zur Erweichung der Knochen. Hierbei gibt es besondere Risikogruppen, dazu gehören Säuglinge und Kleinkinder bis zu zwei Jahren, chronisch Kranke und pflegebedürftige ältere Menschen. Hinzu kommt, dass die Fähigkeit der Haut zur Vitamin D- Produktion im Alter abnimmt. Bei begründetem Verdacht auf eine Mangelsituation sollte der Blutspiegel bestimmt werden, um gegebenenfalls Vitamin D ergänzend einzunehmen. Bei älteren Menschen wird mit der Einnahme sogar nachweislich das Risiko für Knochenbrüche bei Stürzen gesenkt.

Achtung Überdosis: Zu viel Vitamin D ist auch nicht sinnvoll. Bei einer Überdosierung kann es zu Calciumablagerungen, Übelkeit, Erbrechen, Durstgefühl, Harndrang, Schwäche und sogar zu Nierenversagen kommen. In Ihrer Apotheke vor Ort erklärt man Ihnen gerne ob eine Vitamin D-Zugabe für Sie sinnvoll ist und falls ja, in welcher Dosierung Sie diese einnehmen sollen.